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By cizucu ·

Cover photo by つばさ製作所
Das von cizucu weltweit initiierte ermöglicht es, durch das einfache Hochladen von Fotografien auf cizucu an einer Fotoausstellung teilzunehmen und neue Kontakte zu anderen Fotografinnen und Fotografen zu knüpfen.
Das wird gemeinsam mit ehrenamtlichen Teammitgliedern aus aller Welt realisiert. Jede und jeder bringt ihre/seine individuellen Hintergründe und persönlichen Beweggründe ein, um diesen Ort zu gestalten. In dieser Ausgabe haben wir mit Nacskey gesprochen, der als Kreativer Teil dieses Teams ist.
Im Alltag arbeite ich als IT-Berater und leite Projekte im Bereich Finanzbuchhaltung und Supply Chain für Unternehmen.
Gleichzeitig habe ich auf dem Weg zur Arbeit oder unterwegs immer meine Kamera dabei und fotografiere die Spuren arbeitender Menschen in der Stadt sowie die Atmosphäre, die in den Straßen liegt. Ich suche nach Momenten im hektischen Alltag, in denen man innehalten möchte.
Am Anfang war ich nervös. Meistens fotografiere ich alleine in der Stadt und habe selten Gelegenheit, mit anderen über meine Arbeiten zu sprechen.
Doch als ich teilnahm, spürte ich, wie Menschen unterschiedlichster Genres, Altersgruppen und Hintergründe durch die Fotografie ganz natürlich miteinander in Kontakt kamen. Es ist ein Ort, an dem nicht nur das Werk selbst, sondern auch das „Warum“ hinter dem Foto wahrgenommen wird. Ich bin sehr froh, dabei gewesen zu sein.
Die größte Stärke liegt darin, dass es nicht nur um das bloße Präsentieren von Fotografien geht, sondern dass auch die Perspektive und der Hintergrund der jeweiligen Person einbezogen werden.
Photo by つばさ製作所
Ein Foto, das in sozialen Netzwerken schnell untergeht, bekommt hier die Aufmerksamkeit, die es verdient. Darüber hinaus spüre ich bei eine besondere Wärme und Kraft darin, wie Menschen durch die Fotografie ganz natürlich miteinander verbunden werden.
Mir ist es wichtig, eine Atmosphäre zu schaffen, in der sich die Teilnehmenden sicher und wohl fühlen, um offen sprechen zu können.
Ich glaube, dass sich in Fotografien auch das Empfinden, der Umgang mit Zeit und die Art, wie Menschen Beziehungen gestalten, widerspiegeln. Deshalb möchte ich einen Ort bieten, an dem auch unausgesprochene Gedanken aufgefangen werden. Ich achte darauf, dass sowohl die Werke als auch die Persönlichkeit der Menschen auf natürliche Weise zur Geltung kommen.
Es erfüllt mich, dabei zu sein, wenn Gespräche zwischen Menschen, die sich zuvor nicht kannten, durch die Fotografie nach und nach tiefer werden.
Fotografieren ist zwar eine sehr persönliche Tätigkeit, aber wenn Werke geteilt werden, können sie mit den Erinnerungen und Gefühlen anderer in Resonanz treten. Es ist sehr bereichernd, den Moment mitzuerleben, in dem Fotografie Menschen miteinander verbindet und diesen Prozess aktiv zu begleiten.
Bei einem Gallery Talk hat sich meine Wahrnehmung eines Fotos komplett verändert, als ich die Geschichte dahinter hörte.
Ein Werk, das zunächst ruhig wirkte, gewann plötzlich an Tiefe, als ich von der Zeit und den Gefühlen der Person erfuhr. Fotografien können auch ohne Worte wirken, aber durch begleitende Erzählungen wird die Persönlichkeit der Künstler:innen noch greifbarer. Das war ein sehr eindrücklicher Moment, in dem ich die Kraft dieser Verbindung gespürt habe.
198 Magazine
Eine Interviewreihe mit den persönlichen Stimmen von Kreativen, die an photo poster project (ppp), der weltweit von cizucu veranstalteten Fotoposter-Ausstellung, teilgenommen haben. Anhand ihrer individuellen Geschichten – von den Beweggründen für ihre Teilnahme bis zu den daraus entstandenen Begegnungen – zeigen wir die Gedanken und Verbindungen, die die ppp-Community zusammenbringen.



