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The Shophouse 1527 | photo poster project | Bangkok | Galerieporträt | Focus # 704

By cizucu · 17. Juli 2026

Serie „Geschichten der gastgebenden Galerien“
The Shophouse 1527 | photo poster project | Bangkok | Galerieporträt | Focus # 704

©︎ The Shophouse 1527

The Shophouse 1527 | photo poster project | Bangkok | Galerieporträt | Focus # 704

©︎ The Shophouse 1527

Die von cizucu weltweit realisierten Ausstellungen des photo poster project (ppp) werden maßgeblich von den Galerien getragen, die an den jeweiligen Orten gemeinsam mit uns Räume für Kunst schaffen.

In dieser Reihe richten wir den Fokus auf diese Partnergalerien und geben Einblicke in die Stimmen und Perspektiven der Menschen, die diese Orte prägen.

photo poster project

Diesmal stellen wir The Shophouse 1527 im Bangkoker Stadtteil Samyan vor. Das über 80 Jahre alte, umgebaute Gebäude fungiert heute als experimenteller öffentlicher Kunstraum, in dem Kunst, Kultur und Community auf innovative Weise zusammenkommen. Wir haben mit Narisara, einer der engagierten Mitarbeiterinnen, über ihre Vision für den Raum und ihre Eindrücke vom ppp gesprochen.

Information
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The Shophouse 1527

The Shophouse 1527 ist ein experimenteller Kunstraum im Bangkoker Stadtteil Samyan. Seit seiner Gründung 2019 fördert er den Dialog zwischen Menschen, Orten und der Stadt durch Ausstellungen, Performances, Architektur und Design. Während die Geschichte und das kollektive Gedächtnis des Ortes bewahrt werden, dient der Raum als Plattform für kulturellen Austausch, Community-Bildung und neue Stimmen, indem er innovative künstlerische Praktiken unterstützt.

Instagram : @theshophouse1527

Können Sie uns etwas über diese Galerie erzählen?

The Shophouse 1527 ist ein experimenteller Ausstellungsraum im Bangkoker Stadtteil Samyan. Gegründet 2019, wurde das in die Jahre gekommene Shophaus (Hausnummer 1527) in eine Plattform für Kunst, Kultur und öffentliche Teilhabe transformiert.

Durch Ausstellungen in unterschiedlichsten Formaten – von Installationen über Performances, digitale Medien, Urban Art bis hin zu Architektur – erforschen wir die Beziehungen zwischen Menschen, Orten und der Stadt.
Wir verstehen uns weniger als klassische Galerie, sondern vielmehr als flexible Plattform, auf der Künstler:innen, Designer:innen, Architekt:innen und kreative Praktiker:innen kollaborativ arbeiten können.

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©︎ The Shophouse 1527

Unsere bisherigen Ausstellungen thematisierten urbane Lebenswelten, Erinnerung und Wandel und förderten den Austausch mit der Öffentlichkeit, Wissensvermittlung und kulturelle Begegnung. Die im Gebäude eingeschriebenen Geschichten und die besondere Zeitlichkeit des Ortes sind uns ebenso wichtig. Wir möchten zeigen, wie zeitgenössische Kreativität bestehende Räume beleben und einen positiven Beitrag zu sich rasant wandelnden Stadtteilen leisten kann.

Was ist Ihnen bei der Leitung dieser Galerie besonders wichtig?

Uns ist der Zwischenraum zwischen Formalem und Informellem besonders wichtig. Institutionen und Organisationen bieten eine stabile Grundlage und gesellschaftliches Vertrauen.
Gleichzeitig braucht es für experimentelle Ansätze und neue Stimmen auch unabhängige, offene Räume – sogenannte Off-Spaces –, deren Form noch nicht festgelegt ist.

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©︎ The Shophouse 1527

Durch die kreative Nutzung von Architektur und urbanem Raum entstehen solche Freiräume. Junge Künstler:innen und kreative Praktiker:innen können hier ihre Ideen erproben, kollaborieren und ihre Ausdrucksformen entwickeln, bevor sie auf größere Plattformen treten. Der Raum spielt dabei eine zentrale Rolle.
Gerade an diesen "Zwischenorten" beginnt für uns der wichtige kulturelle Dialog.

Was macht das Viertel oder die Umgebung dieser Galerie besonders?

Uns fasziniert an Samyan, dass dieser Stadtteil zwischen Bangkoks Vergangenheit und Zukunft liegt und eine ganz eigene Identität besitzt.
Er befindet sich im Zentrum der Stadt, zwischen den großen Geschäftsvierteln wie Siam und Silom, und ist eng mit der Chulalongkorn-Universität sowie langjährigen lokalen Communities verbunden.

Historisch gesehen ist das Viertel durch eine Mischung aus Esskultur, religiösen Praktiken, alten Kinos, Metallwerkstätten und kleinen Motorenreparaturbetrieben geprägt. Diese vielfältigen Aktivitäten verleihen Samyan eine reiche, eigenständige Identität, die sich von der Hochglanzästhetik der zentralen Geschäftsbezirke Bangkoks unterscheidet.

Gleichzeitig befindet sich Samyan in einem rasanten Wandel. Neue Entwicklungen schreiten voran, und viele langjährige Bewohner:innen und Geschäftsleute verlassen nach und nach das Viertel. Dennoch macht gerade das Nebeneinander verschiedener Realitäten die Gegend so spannend.

Die Spuren der Vergangenheit sind noch immer sichtbar und existieren neben den neuen Formen urbanen Lebens.

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©︎ The Shophouse 1527

Gerade deshalb sind Orte wie The Shophouse 1527 für uns so bedeutsam. Der Wert eines Raumes liegt nicht allein in seiner baulichen Struktur, sondern auch in den Erinnerungen, Geschichten, Beziehungen und alltäglichen Erfahrungen, die ihn prägen.
Inmitten eines sich ständig wandelnden Stadtteils bietet dieser Ort einen Anhaltspunkt, um darüber nachzudenken, was bewahrt, was verloren geht und wie neue Bedeutungen entstehen.

Die wichtigste Lektion, die uns Samyan lehrt, ist, dass eine Stadt nicht nur aus Gebäuden besteht. Sie wird von Menschen, Erinnerungen und dem Alltag geschaffen.
Auch im Wandel formen diese vielen Schichten weiterhin die Identität des Ortes.

Welche Rolle werden Galerien Ihrer Meinung nach künftig einnehmen?

Wir möchten The Shophouse 1527 nicht zu einer großen Institution ausbauen. Vielmehr ist es uns wichtig, eine flexible Plattform für Experimente, neue Stimmen und öffentlichen Dialog zu bleiben.

Unsere Aufgabe besteht nicht nur darin, Kunstwerke zu präsentieren. Wir wollen Menschen, Ideen und Communities verbinden und auf die sich wandelnde Stadt reagieren.

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©︎ The Shophouse 1527

Wir sehen The Shophouse 1527 nicht als auf ein Gebäude beschränkt. Die zentralen Werte – Experiment, Kollaboration und die Auseinandersetzung mit lokalen Kontexten – sollen erhalten bleiben und ermöglichen es, sich auch über den aktuellen Standort hinaus als kulturelle Plattform weiterzuentwickeln.

Unabhängig von der künftigen Form möchten wir ein Ort bleiben, der kreative Begegnungen ermöglicht und neue Stimmen fördert.

Wie erleben Sie das ppp als Initiative und Community?

Für uns ist das ppp eine Plattform zur Förderung von Community-Bildung.
Die Fotografie bildet den Ausgangspunkt, doch entscheidend ist, dass Menschen mit gemeinsamen Interessen und Leidenschaften hier zueinanderfinden.

In diesem Sinne gibt es viele Parallelen zwischen ppp und The Shophouse 1527. Beide Projekte verfolgen nicht das Ziel, Werke einfach nur zu zeigen.
Vielmehr geht es darum, bedeutungsvolle Verbindungen und Austausch zwischen Menschen zu schaffen – das ist ihre wichtigste Aufgabe.

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photo poster project (ppp) Impressionen

Was motiviert Sie, das ppp zu unterstützen?

Wir empfinden das ppp als eine Initiative, die eng mit der Vision von The Shophouse 1527 verbunden ist. Es schafft Gelegenheiten für Begegnungen, fördert neue Ausdrucksformen und Stimmen und ermöglicht es Menschen, sich auf natürliche Weise zu vernetzen.
Das ppp verkörpert, wie eine kreative Community gemeinsam lernen, Erfahrungen teilen und wachsen kann.
Wir freuen uns sehr, diesen Weg ein Stück weit begleiten zu dürfen.

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photo poster project (ppp) Impressionen

Mit welchen Menschen oder Wertvorstellungen möchten Sie durch The Shophouse 1527 in Kontakt kommen?

Für uns sind Neugier, Offenheit und die Bereitschaft, Ideen zu teilen, zentrale Werte.
Ob Künstler:in, Studierende, Forschende, Unternehmer:in oder Anwohner:in – Herkunft und Hintergrund spielen keine Rolle.
The Shophouse 1527 soll ein Ort sein, an dem Menschen mit unterschiedlichen Perspektiven zusammenkommen und daraus bedeutungsvolle Verbindungen entstehen.

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©︎ The Shophouse 1527

Welche Wünsche oder Projekte möchten Sie in Zukunft verwirklichen?

Wir möchten The Shophouse 1527 über die klassischen Grenzen einer Galerie hinaus weiterentwickeln. Zukünftig wollen wir Kreativität nicht nur auf Kunst beschränken, sondern sie mit Bereichen wie Kulinarik, Gastfreundschaft, Handwerk und lokaler Kultur verbinden.

Ob durch Café, Bar oder andere Formate – unser Ziel ist es, Geschichten und kulturelle Ressourcen aus ganz Thailand zu entdecken, zu teilen und The Shophouse 1527 als Plattform dafür zu etablieren.

Haben Sie eine Botschaft für Besucher:innen oder jene, die hier ausstellen möchten?

Wir wünschen uns, dass Besucher:innen nicht nur die Ausstellungen selbst, sondern auch das Gebäude, die Nachbarschaft und die in diesen Ort eingebetteten urbanen Geschichten wahrnehmen.

Der Besuch bei The Shophouse 1527 beginnt meist im Labyrinth Café, das für uns das Tor zu unserem Haus bildet.
Es ist weit mehr als ein Café – es ist ein sozialer Raum, in dem Gespräche entstehen und Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen aufeinandertreffen.

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©︎ The Shophouse 1527

Diese Haltung spiegelt unsere Überzeugung wider, dass Räume weit über ihre physische Funktion hinaus Bedeutung erlangen können. Sie ermöglichen Dialog, fördern Verbindungen und bringen Menschen zusammen.

The Shophouse 1527
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