cizucu veranstaltet weltweit Ausstellungen für Fotoposter, bei denen man einfach Stadt und Datum auswählt, um teilzunehmen: das .
Dieses Projekt, das wir als ppp bezeichnen, ist weit mehr als eine reine Fotoausstellung. Es ist eine Community, in der jede:r seine Geschichte sicher teilen kann, und eine Gelegenheit, sich im realen Raum mit Kreativen aus aller Welt zu vernetzen.
Dieses Mal haben wir mit dem Kreativen Alan Worley gesprochen, der am teilgenommen hat.

Bitte stelle dich kurz vor!
Hallo, ich bin Alan. Geboren und aufgewachsen in London, habe ich 2018 mit der Fotografie begonnen – ausgelöst durch ein iPhone 5. Damals kannte ich mich mit Fotografie nicht wirklich aus, aber Kunst hat mich schon immer fasziniert.
Eines warmen Abends konnte ich früher von der Arbeit im U-Bahnhof Piccadilly Circus (TfL) gehen, bin an die Oberfläche und habe ganz spontan die nächtliche Szenerie fotografiert. Ohne große Erwartungen postete ich das Bild auf Instagram und bekam Kommentare wie „Tolle Linienführung!“. Das hat mich motiviert, mich intensiver mit Fotografie und Bildbearbeitung auseinanderzusetzen. Ich habe alles selbst recherchiert und gelernt, bin irgendwann vom iPhone auf eine Kamera umgestiegen – und meine Leidenschaft für Fotografie wurde immer größer. Bis heute lerne ich autodidaktisch, indem ich fotografiere.
Ende 2019 habe ich jedoch meine Mutter verloren, was meine Motivation für Fotografie und mein Leben insgesamt stark beeinträchtigte. Ich habe zwar gelegentlich noch fotografiert und gepostet, aber Anfang 2020 verschlechterte sich der Gesundheitszustand meines Vaters, sodass ich ihn zu Hause rund um die Uhr pflegte und die Fotografie ganz aufgab.
Erst 2026, nach dem Abschied von meinem Vater, habe ich langsam wieder angefangen zu fotografieren. Es fühlt sich an wie ein kleiner, vorsichtiger Neuanfang.
Was hat dich zur Teilnahme bewegt?
Mit dem erneuten Einstieg habe ich neue Fotos gemacht und Dinge ausprobiert, die ich zuvor nie versucht hatte. Allerdings konnte ich mich noch nicht dazu durchringen, sie in sozialen Netzwerken zu teilen. Ich war noch dabei, mein Gefühl für die Kamera und das Bearbeiten wiederzufinden – ich war also noch auf dem Weg zurück.
Genau in dieser Phase erhielt ich eine Nachricht vom cizucu-Team: „Möchtest du beim nächsten London-Event dabei sein?“
Bisher hatte ich meine Fotos nie öffentlich ausgestellt, sondern nur auf Social Media gezeigt. Entsprechend war ich gleichzeitig erfreut und ehrlich gesagt ziemlich nervös. Aber meine Neugier auf das Event war groß – und vor allem wollte ich diese Gelegenheit als Startschuss für meinen fotografischen Neustart nutzen. Deshalb habe ich zugesagt.
Wie war deine Erfahrung bei der Teilnahme?
Vor dem Event war ich ehrlich gesagt ziemlich aufgeregt. Ich hatte kaum Erfahrung damit, vor Menschen zu sprechen, und es fiel mir schwer, auf Unbekannte zuzugehen. Im Nachhinein bin ich aber sehr froh, dass ich teilgenommen habe – ich bin sogar ein bisschen stolz auf mich. Ich habe definitiv ein Stück mehr Selbstvertrauen gewonnen.

Besonders hilfreich fand ich die Creator Cards. Sie ermöglichen es, unkompliziert Namen und Social-Media-Kontakte auszutauschen, ohne dass es unangenehm wird. Schon dieser kleine Anstoß hat die Atmosphäre spürbar aufgelockert.
Und vor allem war es etwas ganz Besonderes, meine Arbeiten „an der Wand, als Print“ vor Menschen zu zeigen, die Fotografie lieben.
Warum hast du dich für dieses eine Bild entschieden?
Ich fotografiere meist in London, daher habe ich dieses Mal ein Bild der St. Paul’s Cathedral ausgewählt.
Tatsächlich habe ich vor fünf Jahren schon einmal exakt dieselbe Komposition fotografiert – das war damals das Bild, mit dem ich meinen fotografischen Neustart auf Social Media markiert habe. Deshalb wollte ich auch für diese Ausstellung dieses Foto als Symbol meines erneuten Einstiegs wählen.

Ich liebe Nachtaufnahmen und Lichtspuren (Light Trails). Ich wollte sehen, ob ich diesmal ein noch besseres Foto machen kann als damals – und ich habe das Gefühl, es ist mir gelungen. Die frühere Version könnt ihr gerne auf Instagram (@_aworley) vergleichen!
Für alle, die mit dem photo poster project liebäugeln
Fotografie bedeutet oft, dass hinter den Bildern viel Zeit und Herzblut steckt – sei es auf Reisen oder beim stundenlangen Warten auf den perfekten Moment. Es war ein großartiges Gefühl, meine Fotos Menschen zu zeigen, die das wirklich verstehen.
Am Ausstellungstag konnte ich auch die Geschichten anderer Kreativer hören – nicht nur, warum oder wie sie ihre Fotos gemacht haben, sondern auch die Geschichten hinter den Werken selbst.
Auch das cizucu-Team habe ich kennengelernt: Schon beim ersten Kontakt waren sie sehr freundlich, und sowohl der Umgang mit den Postern als auch die Verteilung der Creator Cards waren äußerst professionell. Das Team war hilfsbereit, unterstützend und der gesamte Ablauf war bemerkenswert reibungslos. Und am Ende durfte man das Poster sogar mit nach Hause nehmen – ein tolles Extra.
Wenn ihr die Chance habt, teilzunehmen, kann ich es nur empfehlen: Macht mit! Es lohnt sich wirklich.


