cizucu veranstaltet weltweit die Fotoposter-Ausstellung 〈photo poster project〉, an der man durch die einfache Auswahl einer Stadt und eines Datums teilnehmen kann.
Das Projekt, das wir ppp nennen, ist weit mehr als eine gewöhnliche Fotoausstellung. Es ist eine Community, in der alle ihre Geschichten in einem geschützten Umfeld teilen können, und zugleich eine Gelegenheit, sich in der realen Welt mit Kreativen aus aller Welt zu verbinden.
In dieser Ausgabe haben wir mit dem Kreativen kumasaburo2533 gesprochen, der an 〈photo poster project〉 teilgenommen hat.

Bitte stellen Sie sich vor!
Von Hiroshima aus widme ich mich der Fotografie und bin dabei stets auf der Suche nach flauschigen Lebewesen.
Im Alltag fotografiere ich vor allem Wildvögel. Ihre kleinen Gesten, unvermittelten Gesichtsausdrücke und Momente, die einem unwillkürlich ein Lächeln entlocken, ziehen mich besonders an.
Ich drücke auf den Auslöser, um die ganz eigene Ausstrahlung festzuhalten, die in diesen flüchtigen Augenblicken liegt.
Was hat Sie zur Teilnahme bewegt?
Vor einiger Zeit wurde ich von jemandem aus dem cizucu-Team angesprochen und durfte mir zunächst ansehen, welche Atmosphäre dort herrscht. Die im Ausstellungsraum präsentierten Werke waren ausnahmslos beeindruckend. Ehrlich gesagt erinnere ich mich daran, dass ich zunächst etwas eingeschüchtert war und mich fragte: „Darf ich wirklich hier sein?“
Trotzdem interessierte mich aus ganzem Herzen, wie es sich anfühlen würde, das eigene Foto als „Poster“ zu erleben. Ich wollte erfahren, wie es ist, nicht nur auf dem Bildschirm der sozialen Medien, sondern als eigenständiges Werk in einem konkreten Raum präsent zu sein – und fasste schließlich den Mut zur Teilnahme.

Wie haben Sie die tatsächliche Teilnahme erlebt?
Der Raum war noch herzlicher, als ich es mir vorgestellt hatte, und ich hatte eine wunderbare Zeit!
Alle Teilnehmenden waren offen und zugänglich; die Atmosphäre, in der man ganz selbstverständlich über Fotografie sprechen konnte, war ausgesprochen angenehm. Zu erleben, wie das eigene Werk als Poster ausgestellt und von so vielen Menschen betrachtet wurde, war für mich eine wirklich besondere Erfahrung.
Außerdem konnte ich neue Perspektiven und Arten des Umgangs mit Licht kennenlernen, die mir selbst bislang fremd waren – das war äußerst lehrreich.
Nach der Ausstellung durfte ich das Werk zudem im Geschäft eines Bekannten aufhängen, dem es gefallen hatte. Es fühlte sich an, als könnten auch Menschen, die selbst nicht fotografieren, eine neue Seite von mir entdecken.

Warum haben Sie diesmal genau dieses eine Bild ausgewählt?
Wenn ich meine eigene Persönlichkeit zum Ausdruck bringen möchte, wollte ich einen Moment auswählen, der mich aus tiefstem Herzen anspricht.
Normalerweise fotografiere ich vor allem Wildvögel. Kurz bevor ich das Werk für das Poster auswählte, begegnete ich jedoch zufällig dieser Katze mit ihrem völlig entspannten Gesichtsausdruck. Und dazu noch mit einem kleinen Faden Speichel (lacht).

Nicht eine vollkommen makellose Schönheit, sondern gerade solche ungeschützten Momente, die unwillkürlich zum Lachen bringen, ziehen mich an – vielleicht ist auch das ein Ausdruck meiner eigenen Persönlichkeit.
Ich wollte mich ganz auf den Gesichtsausdruck konzentrieren und durch einen kühnen Beschnitt ein Werk schaffen, bei dem die Betrachtenden innehalten und sich fragen: „Was ist das?“
An alle, die noch überlegen, an photo poster project teilzunehmen
Anfangs war ich unsicher und fragte mich: „Sind meine eigenen Arbeiten dafür wirklich gut genug?“ Doch nachdem ich teilgenommen hatte, verflog dieses Gefühl sofort.
Die besondere Qualität dieser Ausstellung liegt meiner Meinung nach nicht nur darin, Werke zu betrachten, sondern auch den Gedanken und der Sensibilität der Menschen hinter den Fotografien zu begegnen. Zu erleben, wie das eigene Foto den Bildschirm verlässt und zu einem „Werk“ wird, ist etwas ganz Besonderes.
Wenn Sie auch nur ein wenig neugierig sind, wagen Sie unbedingt den ersten Schritt. Ich bin sicher, dass neue Entdeckungen und Begegnungen auf Sie warten!


