cizucu veranstaltet weltweit die Fotoposter-Ausstellung , bei der man einfach Stadt und Datum wählen und teilnehmen kann.
Das von uns als ppp bezeichnete Projekt ist weit mehr als eine reine Fotoausstellung. Es ist eine Community, in der jede:r seine eigene Geschichte in einem sicheren Rahmen teilen kann – und eine Gelegenheit, sich im realen Raum mit Kreativen aus aller Welt zu vernetzen.
Dieses Mal haben wir mit Nic Harris gesprochen, der als Kreativer am teilgenommen hat.

Bitte stelle dich kurz vor!
Hallo, ich bin Nic. Geboren in London, ein sogenannter „Fototaker“. Ich habe Fotografie nicht in der Schule gelernt, sondern tatsächlich über YouTube. Mein Kopf funktioniert wie ein Schwamm – das hat sich als ziemlich nützlich erwiesen.
Was hat dich zur Teilnahme motiviert?
Meine Motivation war recht einfach: Ich habe lange in Galerien gearbeitet und viele große Ausstellungen gesehen. Schon immer wollte ich selbst einmal als Teilnehmender an einer Gruppenausstellung mitwirken.
Um ehrlich zu sein, wusste ich beim Einreichen schon, welches Foto ich zeigen wollte, aber wegen der Vorgabe zum Hochformat habe ich mich für ein anderes, vielleicht sogar besseres Bild entschieden (ein bisschen schade, aber letztlich gut so).
Die Ausstellung selbst war sehr partizipativ – es war großartig, mit allen ins Gespräch zu kommen und mit Menschen, die keine Angst vor Interpretation haben, die Werke zu umringen. Das Organisationsteam war unglaublich herzlich und hat viel Freude gemacht (große Liebe an Rin, Issac und Natalie!).

Wie war deine Erfahrung bei der Teilnahme?
Ich habe nicht besonders viele Fotofreunde, vor allem kaum welche, die Fotografie ernsthaft als Kunst betreiben. Gerade deshalb war es für mich besonders wertvoll, Menschen zu treffen, mit denen ich Ideen austauschen, über die Produktion sprechen und auch Feedback geben konnte.
Auch nach der Teilnahme sind mit einigen der Ausstellenden Beziehungen entstanden, die über das Ende der Ausstellung hinaus Bestand haben – tiefgründig und mit einem schönen Nachklang.
Und vor allem: Das eigene Werk gedruckt und an der Wand zu sehen, war wirklich unbezahlbar.
Warum hast du dich für genau dieses Bild entschieden?
Meine Inspiration kam, als ich verwelkende Tulpen, Bluebells und Iris in einer Kanne arrangiert sah.
Ich fragte mich: Was, wenn auch Blumen ein Gefühl der Selbstreflexion haben? Vermissen sie das Gewächshaus, in dem sie aufgewachsen sind, oder bereuen sie vielleicht den Tag, an dem sie gepflückt wurden?

Diese Vorstellung passte perfekt zum Thema „Erinnerung (Memory)“. Sich an vergangene Zeiten zu erinnern, die dabei aufkommenden Gefühle und wie man damit umgeht – all das konnte ich in diesem einen Bild bündeln.
Für alle, die mit dem Gedanken spielen, beim photo poster project mitzumachen
Wenn du diese Zeilen liest und auch nur ein bisschen mit dem Gedanken spielst, teilzunehmen, ist die Antwort einfach: Mach es. Es lohnt sich zu 100%.
Du gewinnst Selbstvertrauen für deine eigenen Werke und findest Gleichgesinnte, die Fotografie mit derselben Leidenschaft angehen – der perfekte Einstieg. Und vor allem: Das eigene Werk gedruckt an der Wand zu sehen, ist ein ganz besonderes Erlebnis.
Sei mutig, sei entschlossen. Wenn du zögerst – spring einfach rein!


