Das von cizucu weltweit initiierte ermöglicht es, durch das einfache Hochladen von Fotografien an einer Foto-Plakat-Ausstellung teilzunehmen und neue Kontakte zu bislang unbekannten Fotograf:innen zu knüpfen.
Das wird gemeinsam mit ehrenamtlichen Teammitgliedern aus aller Welt realisiert. Jede:r Einzelne bringt mit seiner/ihrer individuellen Motivation und seinem/ihrem Hintergrund diese Plattform zum Leben.
Dieses Mal haben wir mit Hayato gesprochen, einem Kreativen, der als Teil des Teams im Raum Kanto, Japan, aktiv ist.
Bitte stelle dich kurz vor!
Mein Name ist Hayato und ich bin Teammitglied in Tokio. Hauptberuflich arbeite ich im Bereich Parkraumbewirtschaftung.
Fotografie habe ich mir autodidaktisch angeeignet – inzwischen sind bereits 13 Jahre vergangen. Meist fotografiere ich Street- und Landschaftsmotive, nehme an Ausstellungen teil oder publiziere Fotobücher.
Obwohl ich schon lange fotografiere, lief nicht immer alles reibungslos. Vor meiner Teilnahme am ppp befand ich mich etwa drei Jahre in einer kreativen Krise und suchte nach Veränderung, um diese zu überwinden.
Was hat dich dazu bewegt, beim ppp mitzumachen und Teil des Teams zu werden?
Ursprünglich hat mich die Atmosphäre und die Arbeit rund um den Aufbau des Ausstellungsraums bis zur Eröffnung der Plakatausstellung fasziniert. Als ich mich zum zweiten Mal für das ppp angemeldet habe, durfte ich erstmals beim Aufbau und den Vorbereitungen mitwirken – das war der Auslöser.
Ich erinnere mich besonders an die freundliche und engagierte Unterstützung des Teams und daran, wie jede:r seine/ihre Rolle bewusst wahrnimmt und zur Gestaltung des Ausstellungsraums beiträgt.
Um die Atmosphäre zu verbessern, sprechen wir aktiv Kreative an und vernetzen sie miteinander. Diese Vermittlerrolle ist mir besonders im Gedächtnis geblieben.

Einblick in den Aufbau und die Vorbereitung des photo poster project-Ausstellungsraums
Was macht das ppp aus deiner Sicht als Teammitglied besonders?
Die Dynamik der Gespräche vor und nach dem Gallery Talk ist völlig unterschiedlich.
Vor dem Gallery Talk sind viele Teilnehmende noch zurückhaltend, da sie sich zum ersten Mal begegnen. Doch sobald der Gallery Talk beginnt, öffnen sich viele Kreative und teilen offen ihre Gedanken und Hintergründe zu ihren Werken.
Mit diesem einen Impuls – dem Gallery Talk – verändern sich Qualität und Verlauf der Gespräche. Diese Entwicklung zu beobachten, bereitet mir jedes Mal große Freude.

Was ist dir als Teammitglied besonders wichtig und wann erlebst du besondere Momente?
Ich übernehme häufig die Moderation beim Gallery Talk. Wenn ich diese Aufgabe bekomme, versuche ich, die Stärken der Kreativen mit meinen eigenen Eindrücken zu verbinden und diese prägnant zu vermitteln.
Fotografie eröffnet viele Perspektiven, die einem selbst oft verborgen bleiben. Erst durch die Rückmeldung anderer entdeckt man neue Sichtweisen und Eindrücke. Deshalb ist es mir wichtig, diese zu teilen, damit sowohl die Kreativen als auch das Publikum die Fotografie noch intensiver erleben können.
Wenn ein einziges Wort das Schicksal eines Werks beeinflussen kann, möchte ich dazu beitragen, das unendliche Potenzial der Künstler:innen zu entfalten. Das ist mein Antrieb.

Einer der schönsten Momente als Teammitglied ist es, gemeinsam mit dem Team nach der Ausstellung etwas trinken zu gehen (lacht).
Bei den Vorbereitungen ist das Team nicht immer identisch besetzt, auch wenn der Ausstellungsraum derselbe ist. Die individuellen Stärken kennenzulernen und gemeinsam einzubringen, ist spannend, herausfordernd und bereichernd zugleich.
Während der Ausstellung genieße ich besonders die Gespräche zwischen Kreativen und Teammitgliedern. Es freut mich sehr, wenn ich sehe, wie Erstteilnehmende schnell Anschluss finden und sich wohlfühlen.

Was hat sich für dich durch das ppp am meisten verändert?
Vor meiner Teilnahme am ppp befand ich mich etwa drei Jahre in einer kreativen Krise und suchte nach Veränderung, um diese zu überwinden.
Obwohl ich durch die Teilnahme zunächst keine sofortige Lösung fand, wurde ich durch die Unterstützung eines Teammitglieds aufgefangen, als ich überlegte, mit der Fotografie aufzuhören.
Dadurch hat sich meine Sicht auf Fotografie gewandelt. Ich habe neue Genres und Herangehensweisen entdeckt und konnte meine Leidenschaft für Fotografie wieder vertiefen und genießen.

Photo von Hayato
Welche Botschaft möchtest du an zukünftige Teammitglieder richten?
Bevor ich Teil des Teams wurde, konnte ich die Dynamik unter den Teammitgliedern nicht einschätzen und war etwas unsicher. Doch als ich dann dabei war, habe ich erlebt, wie herzlich und freundschaftlich der Umgang ist. Inzwischen verbringen wir auch außerhalb des ppp Zeit miteinander.
Allen, die überlegen, Teil des Teams zu werden, möchte ich sagen: Gerade bei Offline-Events sind Menschen gefragt, die empathisch und offen auf andere zugehen und mit ihren Worten das Interesse und Potenzial der Teilnehmenden fördern können – das ist sehr wertvoll.
Was die Vorbereitung betrifft, unterstützen erfahrene Teammitglieder neue Kolleg:innen mit viel Geduld, sodass man sich gut aufgehoben fühlt.



