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Photo Poster Project | Staff-Interview | Faire und freie Dialoge durch Fotografie – mit cloud_swallow | ISSUE #265

By cizucu · 4. August 2026

Serie „Geschichten ausstellender Kreativer“
Photo Poster Project | Staff-Interview | Faire und freie Dialoge durch Fotografie – mit cloud_swallow | ISSUE #265
Photo Poster Project | Staff-Interview | Faire und freie Dialoge durch Fotografie – mit cloud_swallow | ISSUE #265

cizucu veranstaltet Photo Poster Project auf der ganzen Welt. Schon durch das Hochladen von Fotografien auf cizucu kann man an einer Fotoposter-Ausstellung teilnehmen und bisher unbekannte Gleichgesinnte aus der Fotografie kennenlernen.

Photo Poster Project wird gemeinsam mit ehrenamtlichen Teammitgliedern aus aller Welt realisiert. Menschen mit unterschiedlichsten Hintergründen gestalten diesen Ort – jede und jeder von ihnen mit ganz eigenen Gedanken und Anliegen.

Diesmal haben wir mit cloud_swallow (이형빈) gesprochen, einem Kreativen, der das Team in Seoul, Südkorea, unterstützt.

Geplante Ausstellungen in Seoul

Bitte stell dich kurz vor!

Hallo, ich bin 이형빈 (Lee Hyung-bin), auch bekannt als cloud_swallow. Ich engagiere mich als Mitglied des ppp-Teams in Seoul, Südkorea.

Schon während meiner Schul- und Studienzeit kam ich mit unterschiedlichsten Formen von Kunst und Kultur in Berührung, darunter Lyrik, Romane, Theater und Malerei. Besonders die Fotografie faszinierte mich, weil sie mir eine Ausdrucksform bietet, mit der ich meine alltäglichen Empfindungen und Gedanken auf eine ganz persönliche Weise festhalten kann.

Portfolio von cloud_swallow

Für mich ist die Fotografie mein ganz persönliches Fenster zur Welt und zugleich eine Art Freundin.
Hauptberuflich arbeite ich im Marketing. Sobald ich ein wenig Zeit finde, streife ich durch die Stadt und halte Ausschau nach neuen fotografischen Begegnungen. Beim ppp in Seoul könntet ihr mich dabei entdecken, wie ich gemeinsam mit einer kleinen Schwalbe fotografiere.

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Was hat sich durch deine Teilnahme am ppp verändert?

Meine Begegnung mit cizucu war wirklich reiner Zufall. Ich veröffentlichte Fotografien auf Instagram, als mich eine Einladung zur Teilnahme am ppp erreichte. Damals hatte ich erst ein einziges Mal an einer Ausstellung teilgenommen. Deshalb erschien mir die Mitwirkung am ppp wie ein großes Abenteuer.

Als ich schließlich teilnahm, fand ich dort eine mögliche Antwort auf eine Frage, die mich schon lange beschäftigt hatte: Wie sollte Kunst miteinander geteilt werden? Unabhängig von Ausrüstung oder Erfahrung konnten alle auf Augenhöhe über Fotografie sprechen. Die offene Atmosphäre des ppp verkörperte für mich eine „faire und freie Kommunikation“.

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Ich wollte nicht, dass diese Erfahrung nur eine einmalige Erinnerung bleibt. Dieser Gedanke gab den Ausschlag dafür, mich als Teammitglied einzubringen.

Was macht den besonderen Reiz des ppp aus?

Beim ppp geht es nicht allein um die Werke selbst. Ebenso wichtig sind die Gespräche, die durch die Fotografie angestoßen werden, und die kleinen Verbindungen, die dabei entstehen.

Früher behielt ich meine Eindrücke von Werken nach einem Ausstellungsbesuch häufig für mich. Beim ppp hingegen kann ich ganz ungezwungen darüber sprechen – selbst mit Menschen, denen ich gerade erst begegnet bin.

Vor dem Werk eines anderen kommen Unbekannte miteinander ins Gespräch und nähern sich allmählich an. In diesen Augenblicken zeigt sich für mich das Wesen des ppp.

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In Seoul sind nicht selten rund 30 Prozent der Teilnehmenden Kreative, die bereits zum zweiten Mal oder häufiger dabei sind. Menschen, die zum ersten Mal teilgenommen haben, kehren mit warmen Erinnerungen zurück und kommen nun ganz selbstverständlich mit neuen Teilnehmenden ins Gespräch. Wenn ich das sehe, habe ich das Gefühl, dass sich die Welt des ppp über Zeit und Raum hinweg immer weiter entfaltet.

Was ist dir bei deiner Arbeit im Team besonders wichtig?

Jedes Mal, wenn ich als Teammitglied am ppp mitwirke, denke ich an eines:
Wenn ich diesen Augenblick selbst genieße, können auch die ausstellenden Kunstschaffenden ihre Zeit hier genießen.

Bevor ich Teammitglied bin, bin ich selbst ein Mensch, der die Fotografie liebt. Mir ist wichtig, diese Liebe zur Fotografie aufrichtig zu bewahren und Freude daran zu haben, durch sie mit anderen ins Gespräch zu kommen. Ich glaube, dass sich dieses Gefühl ganz natürlich auf mein Gegenüber überträgt.

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Gerade deshalb möchte ich jeder einzelnen Begegnung mit gespannter Vorfreude begegnen. Ich möchte aufrichtig sprechen und den Werken und Worten meines Gegenübers aufmerksam zuhören. Ich glaube, dass eine solche Haltung die Atmosphäre der gesamten Ausstellung nach und nach mit Wärme erfüllt.

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Welche Botschaft möchtest du Menschen mitgeben, die künftig im Team mitwirken möchten?

Ich selbst habe das ppp zunächst als Teilnehmer kennengelernt. Gerade deshalb kann ich die Unsicherheit und die Erwartungen von Menschen gut nachvollziehen, die zum ersten Mal dabei sind. Der Schritt an einen neuen Ort erfordert immer ein wenig Mut.
Doch hinter diesem ersten Schritt wartet eine Zeit, in der man die eigene Fotografie mit anderen teilen und durch die Werke anderer neue Perspektiven gewinnen kann.

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Wenn wir uns ernsthaft und zugleich mit Freude über Fotografie austauschen, entstehen Beziehungen, bei denen wir denken: „Beim nächsten Mal möchte ich dich wiedersehen.“ Es würde mich sehr freuen, wenn meine Aufrichtigkeit die Kunstschaffenden auch nur ein wenig erreicht und das ppp weiterhin ein warmer Ort bleibt, der neue Begegnungen verheißt.

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