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By cizucu ·

Cover photo by むめい
Kreative, die Fotografie lieben, erzählen von ihren Kameras und den Geschichten dahinter. Welche Ausrüstung einem besonders ans Herz wächst, sagt oft viel über die eigene Sicht aufs Leben und die eigenen Werte aus. Diesmal geht es um むめい und das Hasselblad-Weitwinkelobjektiv XCD 4/28P.
Mit drei Kindern bleibt nicht immer viel Zeit, um auf der Straße zu fotografieren. Und wenn man mit Kindern unterwegs ist, kommt ohnehin schnell einiges an Gepäck zusammen. Trotzdem soll die Lieblingsausrüstung möglichst mit. Genau da spielt dieses Objektiv seine Stärken aus: Es ist nur 43,5 Millimeter lang und wiegt gerade einmal 245 Gramm.
Detailreichtum, wie man ihn vom Mittelformat erwartet, und gleichzeitig leicht genug für den Alltag: Wir wollten wissen, welche neue Freiheit das XCD 4/28P むめい beim Fotografieren eröffnet.
Das XCD 4/28P ist ein Weitwinkelobjektiv für das Hasselblad X-System. Seine Brennweite von 28 Millimetern entspricht am Kleinbildformat etwa 22 Millimetern. Mit einer Länge von 43,5 Millimetern und einem Gewicht von 245 Gramm ist es ausgesprochen kompakt und leicht. Der optische Aufbau besteht aus neun Linsen in acht Gruppen, darunter zwei asphärische Elemente und eine ED-Linse mit besonders geringer Dispersion.
Ich habe drei Kinder und fotografiere, wann immer ich Zeit finde, gern auf der Straße.
Wenn man mit Kindern unterwegs ist, hat man meistens schon genug Gepäck dabei. Trotzdem möchte ich meine Lieblingsausrüstung so oft wie möglich mitnehmen. Beim XCD 4/28P musste ich deshalb nicht lange überlegen: Es ist das leichteste und kompakteste Objektiv im Hasselblad X-System.
Es ist nur 43,5 Millimeter lang und wiegt gerade einmal 245 Gramm. Dafür, dass es die Leistung eines Mittelformatsensors mit 100 Megapixeln ausschöpfen kann, fühlt es sich erstaunlich unkompliziert an. Auch in der Kameratasche braucht es fast keinen Platz.
Photo by むめい
Bei der Wahl meiner Ausrüstung zählen nicht nur die technischen Daten. Genauso wichtig ist die Frage: Kann ich sie heute wirklich mitnehmen? Wenn zum Fotografieren nur wenig Zeit bleibt, ist das geringe Gewicht für mich mehr als nur eine Zahl. Ich muss nicht lange überlegen, ob ich die Kamera mitnehme. So bleibt die Fotografie ein Teil meines Alltags.
Die Brennweite beträgt 28 Millimeter, was am Kleinbildformat etwa 22 Millimetern entspricht. Obwohl es ein Mittelformatobjektiv ist, bleibt die Kombination mit dem CFV 100C kompakt. Der Bildwinkel passt gut zu den Motiven, die mir beim Gehen durch die Stadt begegnen.
Mit einem Weitwinkel bekommt man viel aufs Bild. Gleichzeitig muss man sehr bewusst entscheiden, was im Rahmen bleiben soll: die Atmosphäre auf der Straße, die Anwesenheit von Menschen, die Linien eines Gebäudes oder eine kleine Entdeckung direkt vor den Füßen. Ich schaue mir an, wie all das zusammenwirkt, und entscheide dann, was mich an der Szene eigentlich angezogen hat.
Photo by むめい
Der Autofokus ist schnell genug, sodass ich spontane Momente auf der Straße kaum verpasse. Statt ständig daran zu denken, dass ich eine große Mittelformatkamera dabeihabe, kann ich mich ganz auf das konzentrieren, was vor mir passiert. Genau dieses Gefühl für die richtige Distanz gefällt mir.
Wenn man nur auf die maximale Blende von F4 schaut, klingt das vielleicht erst einmal wenig aufregend. Beim Blick durch den Sucher entsteht aber ein ganz anderer Eindruck.
Die Tonwertverläufe sind sehr fein, und selbst bei Gegenlicht bleiben Lichtsterne und Reflexe auf eine schöne Weise erhalten. Auch bei offener Blende wirkt das runde Bokeh angenehm weich. Die Farbwiedergabe drängt sich nicht mit starken Effekten in den Vordergrund. Sie zeigt Licht und Farben so, wie sie in dem Moment da waren – ruhig, sorgfältig und sehr überzeugend.
Photo by むめい
Der optische Aufbau besteht aus neun Linsen in acht Gruppen. Zwei asphärische Elemente und eine ED-Linse liefern die Auflösung, die ein Sensor mit 100 Megapixeln braucht. Hohe Schärfe allein ist aber nicht der Grund, warum mich dieses Objektiv begeistert. Es bildet feine Details ab, ohne dass die Stimmung des gesamten Fotos verloren geht, und fängt das Licht, das ich entdeckt habe, ganz unaufgeregt ein.
Die Naheinstellgrenze liegt bei 22 Zentimetern. Wenn ich an einer Straßenecke plötzlich ein kleines Detail festhalten möchte, kann ich einfach näher herangehen.
Das Objektiv eignet sich also nicht nur für weite Ansichten. Mit einem Schritt nach vorn lassen sich auch Oberflächen und Formen genauer betrachten. Für ein Weitwinkel bietet es erstaunlich viel Freiheit bei der Wahl des Abstands zum Motiv.
Photo by むめい
Mit der festen Brennweite von 28 Millimetern kann ich den Ausschnitt nicht so frei verändern wie mit einem Zoomobjektiv. Aber gerade diese Einschränkung tut mir gut. Wenn ich näher an eine Szene heranwill, muss ich mich selbst bewegen und bewusst entscheiden, was in den Rahmen gehört.
Die Zeit zum Fotografieren zwischen all den Aufgaben mit den Kindern ist nie besonders lang. Umso wichtiger ist es, dass die Ausrüstung keine zusätzliche Belastung ist. Ich möchte beim Gehen nachdenken und Fotos aus genau der Entfernung machen können, die sich für mich richtig anfühlt.
Irgendwann ist das XCD 4/28P zu meinem Standardobjektiv am CFV 100C geworden. Weil es leicht ist, nehme ich es mit. Weil ich es mitnehme, entdecke ich mehr. Und innerhalb des weiten Bildwinkels entscheide ich, was ich wirklich festhalten möchte.
Dieses kleine Objektiv bietet mir deshalb mehr als nur eine gute Tragbarkeit. Es holt die Mittelformatkamera aus der Ecke für besondere Tage und macht sie zu einer Begleiterin für den Alltag. Genau darin liegt für mich die Freiheit, die es mir gibt.
むめい
Hi, ich bin むめい. Ich fotografiere Straßenszenen in Kanagawa und nehme auch Aufträge für Fotoshootings vor Ort an.
cizucu: むめい
Instagram: @muna_to_mumei
122 Magazine
Eine Serie, in der Kreative von der Begegnung mit ihrer Lieblingskamera, gemeinsamen Erinnerungen und unvergesslichen Erlebnissen erzählen. Von den Gründen für ihre Wahl bis zu dem, was sie bis heute an dieser Kamera begeistert – Geschichten, in denen sich alle Fotografiebegeisterten wiederfinden können.





