MAGAZINE
MAGAZINE
MAGAZINE
MAGAZINE
By cizucu ·

cizucu veranstaltet photo poster project an verschiedenen Orten auf der ganzen Welt. Man muss nur ein Foto bei cizucu einreichen, um an einer Fotoposter-Ausstellung teilzunehmen und andere Fotofans kennenzulernen, denen man sonst vielleicht nie begegnet wäre.
Diesmal haben wir mit Sherry gesprochen, die bei photo poster project dabei war.
Ich bin Sherry und komme aus Taiwan. Zurzeit lebe ich in Japan und arbeite als Redakteurin für eine Reise-Website.
Ich reise gern allein und halte unterwegs mit dem Smartphone ganz unkompliziert fest, was ich sehe und wie ich mich in dem Moment fühle. Beim Fotografieren geht es mir weniger darum, ein perfektes Bild zu machen. Ich möchte die Momente festhalten, die etwas in mir auslösen.
Auf Reisen und im Alltag faszinieren mich Motive, die je nach Licht, Blickwinkel und Umgebung ganz anders wirken. Deshalb fotografiere ich ziemlich oft.
Ich habe photo poster project durch eine Story-Anzeige auf Instagram entdeckt. Als ich mir angesehen habe, worum es geht, fand ich die Idee sofort spannend.
Ich habe schon immer gern fotografiert, aber noch nie an einer Fotoausstellung teilgenommen oder meine Bilder öffentlich gezeigt.
An photo poster project hat mich gereizt, dass ich keine eigene Ausstellung planen oder vorbereiten musste. Es reichte, ein Foto einzureichen. Außerdem wollte ich sehen, wie mein Bild tatsächlich ausgestellt wird, und mich mit anderen Fotofans austauschen. Deshalb musste ich nicht lange überlegen.
Vorher war ich ein bisschen nervös. Es war meine erste Fotoausstellung, und weil mein Japanisch noch nicht so gut ist, war ich zusätzlich unsicher.
Ich bin eher schüchtern und spreche nicht besonders gern von mir aus fremde Menschen an. Deshalb habe ich mich gefragt, ob ich vor Ort überhaupt mit anderen ins Gespräch kommen würde. Aber als ich dann da war, waren diese Sorgen schnell verflogen.
Die Atmosphäre war viel herzlicher, als ich erwartet hatte. Das Team, die anderen Ausstellenden und auch die Gäste waren alle sehr freundlich. Sie kamen auf mich zu und kümmerten sich um mich. So konnte ich ganz entspannt über mein Foto sprechen und die Veranstaltung genießen.
Mein eigenes Foto zum ersten Mal in einer Ausstellung zu sehen, war etwas ganz Besonderes. Als ich die Bilder der anderen sah und die Geschichten dahinter hörte, wurde mir klar: Fotos halten nicht nur etwas fest, sie können auch Menschen zusammenbringen.
Für photo poster project bin ich von Nagoya nach Tokio gefahren. Für mich war es also nicht nur die Teilnahme an einer Ausstellung, sondern auch eine kleine Reise.
photo poster project findet in verschiedenen Städten statt. Wenn ich künftig an andere Orte reise, kann ich vielleicht mit einem neuen Foto von dort wieder teilnehmen. Diese Vorstellung finde ich richtig spannend.
Ich habe dieses Foto nicht nur gewählt, weil es optisch interessant ist. Es hält auch eine Zeit fest, die für mich einen großen Wendepunkt markiert hat.
Entstanden ist es auf einer Reise, die ich allein unternommen habe, kurz bevor mein neues Leben in Japan begann. Damals haben sich Vorfreude auf die Zukunft und Unsicherheit bei mir gemischt.
Als ich das Gebäude sah, das schief zu stehen scheint, dachte ich: Was wir sehen, ist nicht unbedingt so, wie es uns erscheint. Wenn wir den Blickwinkel ändern, können sich neue Möglichkeiten auftun.
Noch heute erinnert mich dieses Foto an mein damaliges Ich: voller Vorfreude und Unsicherheit, aber bereit, den ersten Schritt in eine unbekannte Zukunft zu machen.
Wenn es jemandem so geht wie mir damals – man fotografiert gern, hat aber noch nie bei einer Ausstellung mitgemacht –, würde ich sagen: Probiert es einfach einmal aus.
Vor meiner Teilnahme habe ich mich auch gefragt, ob ich meine Fotos wirklich ausstellen kann und ob ich mich vor Ort wohlfühlen würde. Dann habe ich gemerkt, dass es dort nicht darum geht, Bilder miteinander zu vergleichen oder zu bewerten. Es ist ein Ort, an dem Menschen ihre Fotos und die Geschichten dahinter teilen.
Auch Fotos, die man im Alltag mit dem Smartphone macht, sind völlig in Ordnung. Man muss kein Profifotograf sein. Wer gern fotografiert, kann hier ganz unkompliziert die eigenen Bilder und Geschichten teilen.
Für mich war es eine sehr wertvolle Erfahrung, die außerdem viel Spaß gemacht hat. Ich würde photo poster project auf jeden Fall auch meinen fotobegeisterten Freunden empfehlen.
201 Magazine
Eine Interviewreihe mit den persönlichen Stimmen von Kreativen, die an photo poster project (ppp), der weltweit von cizucu veranstalteten Fotoposter-Ausstellung, teilgenommen haben. Anhand ihrer individuellen Geschichten – von den Beweggründen für ihre Teilnahme bis zu den daraus entstandenen Begegnungen – zeigen wir die Gedanken und Verbindungen, die die ppp-Community zusammenbringen.



