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Cover photo by むめい
Diesmal hat uns der cizucu-Kreative むめい, der Kulturen und Identitäten aus aller Welt mit der Kamera festhält, seine liebsten Fotospots auf Enoshima verraten.
Am frühen Morgen wechselt der Himmel vor Sonnenaufgang langsam seine Farben, während kräftige Wellen an den Strand und gegen die Felsen schlagen. Für むめい, der tagsüber mit seinen Kindern beschäftigt ist, ist Enoshima ein besonderer Ort, an dem er sich in Ruhe der Fotografie widmen kann.
Die fast unwirkliche Stimmung zieht ihn an, gleichzeitig macht ihm die Kraft des Meeres auch Angst. Seine drei ausgewählten Motive zeigen das Zusammenspiel der Farbverläufe im Morgengrauen mit den Wellen und Felsen – und damit eine ganz außergewöhnliche Seite Enoshimas.
Tagsüber bin ich mit meinen Kindern beschäftigt und finde kaum Zeit, mich ganz aufs Fotografieren zu konzentrieren. Deshalb fahre ich manchmal frühmorgens ans Meer, um den Sonnenaufgang und das Meer zu fotografieren. Enoshima gehört dabei zu meinen liebsten Fotospots, ist aber gleichzeitig auch ein Ort, der mir Angst macht.
Vor Enoshima sind die Wellen oft ziemlich hoch. Wenn man direkt am Rand des Strands fotografiert, kommt das Wasser manchmal ganz plötzlich bis an die Füße. Die Felsen sind ideal, um Wellen aufzunehmen, aber ich habe dort auch schon so hohe Wellen erlebt, dass ich komplett nass wurde. Wer auf Enoshima fotografiert, sollte unbedingt die Gezeiten und den Wellengang prüfen und immer auf die eigene Sicherheit achten.
Vom Strand von Koshigoe blickt man über die Wellen hinweg auf den Aussichtsturm von Enoshima. Nimmt man die Silhouette der Insel als festen Bezugspunkt ins Bild und setzt die anrollenden und wieder ablaufenden Wellen in den Vordergrund, entsteht eine Komposition mit viel Tiefe.
Mit einer langen Belichtungszeit wirken die Wellen weich und fließend. So verwandelt sich die vertraute Küste in eine beinahe unwirkliche Landschaft, in der die vergehende Zeit sichtbar wird.
Photo by むめい
Am frühen Morgen ist der Strand fast menschenleer. So kann man sich ganz auf die Silhouette Enoshimas und die Bewegung der Wellen konzentrieren. Nimmt man die anrollenden und wieder ablaufenden Wellen mit einer langen Belichtungszeit auf, erscheinen sie weich und fließend. Zusammen mit dem zarten Licht rund um den Sonnenaufgang entsteht so ein Foto, das fast wie aus einer anderen Welt wirkt.
Erreichen die Wellen die Füße des Stativs, kann es im Sand einsinken und die Aufnahme verwackeln. Am besten wartet man auf einen ruhigeren Moment und prüft vor dem Auslösen, ob das Stativ wirklich stabil steht.
Anders als am Sandstrand treffen die Wellen hier direkt auf die Felsen. Je nach Gezeiten erreichen sie unterschiedliche Stellen. Gerade am frühen Morgen können die Wellen hoch werden, deshalb sollte man beim Fotografieren die Umgebung immer genau im Blick behalten.
Wenn der Himmel vor Sonnenaufgang in sanften Farbabstufungen leuchtet und hohe Wellen an den Felsen brechen, entsteht eine dynamische Szenerie, wie man sie im Alltag kaum erlebt. An diesem Ort lassen sich die Kraft des Meeres und die Ruhe vor Tagesanbruch in einem einzigen Foto festhalten.
Photo by むめい
Ich wollte die hohen Wellen mit dem farbigen Himmel vor Sonnenaufgang verbinden und so eine Szene festhalten, die man nicht jeden Tag zu sehen bekommt. Dafür habe ich dem Himmel viel Raum gegeben, damit die feinen Farbwechsel zur Geltung kommen. Darunter habe ich die Wellen und Felsen angeordnet, um den Kontrast zwischen der Ruhe vor Tagesanbruch und der Kraft des Meeres hervorzuheben.
Keine Welle sieht aus wie die andere. Deshalb habe ich nicht sofort ausgelöst, sondern erst eine Weile beobachtet, wo und wie hoch sie brechen. Wichtig ist, zuerst einen sicheren Standplatz und einen freien Rückweg zu finden. Dann wartet man auf den Moment, in dem die Farben des Himmels, die Konturen der Felsen und die Form der Welle am eindrucksvollsten zusammenwirken.
Im feinen Farbverlauf kurz vor Sonnenaufgang wirken dieselben Wellen und Felsen völlig anders als unter dem Himmel nach Sonnenaufgang. Das Licht verändert sich von Minute zu Minute und zeigt an ein und demselben Ort zwei ganz verschiedene Seiten – genau das macht den Wellenbrecher von Enoshima so reizvoll.
Wenn die schroffen Felsen auf das Licht treffen, das sich zwischen dem bewölkten Himmel und dem Sonnenaufgang stetig verändert, entsteht eine traumhafte, fast unwirkliche Stimmung. Hier möchte man lange bleiben und jede Veränderung verfolgen. Dabei darf man die Höhe der Wellen jedoch nie aus den Augen verlieren.
Photo by むめい
Für dieses Porträt habe ich die Felsen als Hintergrund genutzt. Entscheidend war das kurze Zeitfenster, in dem der bewölkte Himmel langsam dem Sonnenaufgang wich. Das sanfte Licht umhüllt die Person und die Felsen und schafft eine Stimmung, die fast von der Wirklichkeit losgelöst scheint. Ich habe die Komposition an die Position des Models und die Bewegung der Wellen angepasst und in dem Moment ausgelöst, als sich der Farbverlauf am Himmel am schönsten zeigte.
Wie gefallen euch die drei Orte?
Am frühen Morgen zeigt Enoshima Farben am Himmel, die nur für kurze Zeit rund um den Sonnenaufgang zu sehen sind. Dazu kommen die immer neuen Formen der Wellen, die an den Strand und gegen die Felsen schlagen. Während man dem wechselnden Licht folgt und sich mit der Schönheit und Kraft des Meeres auseinandersetzt, wird schon diese Zeit selbst zum Teil des Fotos.
Besucht doch selbst die von むめい empfohlenen Fotospots und erlebt mit eigenen Augen die traumhaften Szenen, die das Morgenlicht und das Meer auf Enoshima entstehen lassen. Prüft vor dem Fotografieren unbedingt den Gezeitenstand und den Wellengang – Sicherheit geht immer vor.
むめい
Hi, ich bin むめい. Ich fotografiere Straßenszenen in Kanagawa und bin auch für Shootings vor Ort buchbar.
cizucu: むめい
Instagram: @muna_to_mumei
18 Magazine
Eine Serie, in der cizucu-Kreative Städte, Landschaften und Orte mit besonderem Bezug zur Fotografie erkunden. Aus ihrer persönlichen Perspektive erzählen sie von den Eindrücken und Atmosphären vor Ort, unvergesslichen Momenten und Plätzen, die dazu inspirieren, zur Kamera zu greifen.




