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By cizucu ·

Cover photo by 中嶋 凌 / Nakajima Ryo
Am Tag der Aufnahme hattest du noch ein gutes Gefühl. Doch als du die Bilder später durchschaust, findest du viele ähnliche Fotos und weißt nicht, welche davon bleiben sollen.
Bei der Auswahl musst du nicht nur nach dem schärfsten Bild suchen. Vielleicht ist gerade das Foto wichtig, das sofort eine Erinnerung zurückbringt oder an dem dein Blick immer wieder hängen bleibt.
Hier findest du ein paar einfache Ideen, mit denen du deine Aufnahmen in Ruhe durchsehen und eine Auswahl treffen kannst, die wirklich zu dir passt.
Bevor du deine Fotos öffnest, denk an eine Sache, die du von diesem Tag festhalten möchtest: die Landschaft, die du gesehen hast, den Gesichtsausdruck eines Menschen, der dabei war, oder die Farbe des Lichts. Mit einem solchen Anhaltspunkt fühlst du dich von der Menge der Bilder weniger schnell überfordert.
Foto: Rinoha
Natürlich lohnt es sich, Schärfe, Belichtung und andere technische Aspekte zu prüfen. Wenn du aber nur danach auswählst, bleiben womöglich Bilder übrig, die zwar technisch gelungen sind, dich aber nicht berühren. Beziehe deshalb auch dein Gefühl beim Fotografieren und die Erinnerungen ein, die beim Anschauen zurückkommen.
Wenn du dasselbe Motiv mehrmals hintereinander fotografiert hast, erkennst du die Unterschiede leichter, wenn du die Bilder nebeneinander betrachtest. Vergleiche kleine Veränderungen: den Blick einer Person, eine Handbewegung, die Form der Wolken oder etwas, das am Bildrand auftaucht.
Foto: 330photogalleries
Wenn alle Bilder gut wirken, lass etwas Zeit vergehen und öffne sie später noch einmal. Sobald die erste Begeisterung nach dem Fotografieren abgeklungen ist, zeigt sich oft deutlicher, welche Fotos du wirklich wiedersehen möchtest. Bilder, bei denen du unsicher bist, musst du nicht sofort löschen. Sortiere sie zunächst als mögliche Kandidaten aus, damit du dich am Ende noch einmal neu entscheiden kannst.
Wenn du einige Favoriten gefunden hast, probiere verschiedene Reihenfolgen aus. Wo folgen ähnliche Farben aufeinander? Wohin wandert der Blick? An welcher Stelle taucht ein Mensch in der Landschaft auf? Durch die Verbindungen zwischen den Fotos werden manchmal die Ereignisse des Tages und dein eigener Blick darauf sichtbar.
Kleine Regeln erleichtern den Anfang: Wähle nur drei Fotos aus, stelle eine Reihe anhand einer bestimmten Farbe zusammen oder zeige denselben Ort vom Morgen bis zum Abend. Statt nach perfekten Einzelbildern zu suchen, kannst du eine Kombination zusammenstellen, die du genau jetzt bewahren möchtest.
Foto: tabibito
Beim Auswählen folgst du noch einmal deinem Blick beim Fotografieren. Wie wäre es, wenn du zunächst drei deiner neuesten Fotos auswählst, sie nebeneinanderlegst und in Ruhe betrachtest?


