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By cizucu ·

Cover photo by 勇人
Kreative, die Fotografie lieben, erzählen von ihrer Kamera und der Geschichte dahinter. In einer Lieblingskamera spiegeln sich oft die eigene Lebenseinstellung und die persönlichen Werte. Diesmal spricht 勇人 über die Nikon Z7II.
Er kaufte die hochauflösende Kamera, um Berglandschaften bis ins kleinste Detail festzuhalten, verkaufte sie später aber wieder. Einige Jahre danach entschied er sich erneut für genau dieses Modell. Warum es nicht eine neuere Kamera, sondern wieder die Nikon Z7II wurde, erzählt er hier – ebenso wie von seiner Begeisterung für hohe Auflösung und der Frage, welches Werkzeug er braucht, um seinen Fotos Gefühl mitzugeben.
Die Nikon Z7II ist eine spiegellose Vollformatkamera mit einem rückwärtig belichteten Nikon-FX-CMOS-Sensor und 45,75 effektiven Megapixeln. Zwei EXPEED-6-Prozessoren sorgen für detailreiche Bilder und eine schnelle Verarbeitung. Dazu kommen ein Hybrid-Autofokus mit 493 Messfeldern und eine Bildstabilisierung im Gehäuse. Damit eignet sie sich für viele Aufnahmesituationen, von Landschaften bis zu spontanen Schnappschüssen.
Meine erste hochauflösende Kamera war die Nikon Z7. Mit ihr bin ich von der Spiegelreflexkamera auf eine spiegellose Kamera umgestiegen.
Die hohe Auflösung brachte zwar auch mehr Bildrauschen mit sich, dafür konnte die Kamera feinste Details erfassen. Deshalb war ich sehr gespannt, wie das Nachfolgemodell Nikon Z7II werden würde.
Damals war ich ständig in den Bergen unterwegs. Wenn man Berge und Natur fotografiert, entdeckt man immer wieder Details, die man sich unbedingt einprägen möchte: die Blattadern in langsam verrottendem Laub oder die dichten Wolken über weit entfernten Bergen. Das klingt vielleicht etwas nerdig, aber genau solche Dinge wollte ich so präzise wie möglich festhalten.
Photo by 勇人
Die Vollformatkamera mit rund 24 Megapixeln, die ich damals nutzte, reichte mir irgendwann nicht mehr. Eine schwere Mittelformatkamera auf einen Berg zu schleppen, kam aber auch nicht infrage.
Ich suchte also eine Kamera, die leicht war und trotzdem viele Details einfangen konnte. Genau zu diesem Zeitpunkt kam die Nikon Z7II auf den Markt. Ich wusste sofort: Das ist sie. Sie war zwar teuer, aber ich entschied mich trotzdem für den Kauf.
Photo by 勇人
Beim Fotografieren merkte ich schnell, wie viel die hohe Auflösung ausmachte: Die feinen Details kamen deutlich besser zur Geltung. Mit der Kamera in die Berge zu gehen und dort zu fotografieren, machte mir noch mehr Spaß als vorher.
Dann hatte ich gesundheitliche Probleme und kam seltener in die Berge. Entsprechend wenig nutzte ich die Nikon Z7II. Es tat mir leid, sie nur im Trockenschrank liegen zu sehen. Als ich mich für eine andere Vollformatkamera zu interessieren begann, verkaufte ich die Z7II schließlich.
Photo by 勇人
Einige Jahre später dachte ich darüber nach, bei einer offenen Ausstellung mitzumachen. Dabei stieß ich auf das große japanische Druckformat „Kikuzen“. Damals entschied ich mich zwar dagegen, aber der Wunsch blieb: Irgendwann wollte ich ein Foto in dieser Größe ausstellen.
Also fragte ich mich, was ich brauchte, um Bilddateien zu erhalten, die sich so groß drucken lassen. Bei meiner Recherche landete ich wieder bei hochauflösenden Kameras.
Mittelformat oder Vollformat? Nach einigem Überlegen stand erneut die Nikon Z7II auf meiner Liste.
Mit der Nikon Z9 und der Nikon Z8 gab es inzwischen neuere hochauflösende Modelle. Meine Fotografie hatte sich aber verändert: Früher fotografierte ich vor allem Berge und Natur, heute setze ich auch bewusst Bewegungsunschärfe ein. Serienbildgeschwindigkeit, Aufnahmen bewegter Motive und Augenerkennung waren für mich deshalb nicht unbedingt die wichtigsten Funktionen.
Viel wichtiger war mir, dass die Z7II leicht genug für Bergtouren war und ich mit ihrer Bedienung bereits gut vertraut war. Also kaufte ich sie ein zweites Mal.
Photo by 勇人
Bei der Nikon Z7II habe ich zum ersten Mal gemerkt, dass ein älteres, vertrautes Modell besser zu mir passen kann als eine neue Kamera mit besonders vielen Funktionen.
Dieselbe Kamera noch einmal zu kaufen, wirkt vielleicht wie ein Umweg. Aber erst nachdem ich sie verkauft hatte, wurde mir klar, was ich von meiner Ausrüstung wirklich brauche. Nicht die neuesten Funktionen sind entscheidend, sondern ein Werkzeug, das zu meiner Art zu fotografieren passt und das aufnehmen kann, was ich ausdrücken möchte.
Mit dieser Kamera verbinde ich nicht nur Erinnerungen. Sie bedeutet mir wirklich viel, und deshalb fällt es mir leichter, meinen Fotos etwas Persönliches mitzugeben. Den Wunsch nach einem großen Abzug habe ich immer noch. Und mit der Nikon Z7II werde ich weiter darauf hinarbeiten.
勇人
Ich fotografiere Straßenszenen und Natur.
cizucu: 勇人
122 Magazine
Eine Serie, in der Kreative von der Begegnung mit ihrer Lieblingskamera, gemeinsamen Erinnerungen und unvergesslichen Erlebnissen erzählen. Von den Gründen für ihre Wahl bis zu dem, was sie bis heute an dieser Kamera begeistert – Geschichten, in denen sich alle Fotografiebegeisterten wiederfinden können.





